Bipolare Störung im Kindes- und Jugendalter
Echte bipolare Störungen sind bei Kindern selten und werden leicht mit anderem verwechselt. Wann genaues Hinschauen wichtig ist und wer das einordnen kann.
Elternsprache
Die Stimmung meines Kindes schwankt extrem zwischen Hochphasen und tiefen Tiefs.
Fachliche Orientierung: ICD-10 F31, ICD-11 6A60. Diese Seite stellt keine Diagnose.
Häufige Eltern-Fragen
Sind starke Stimmungsschwankungen schon bipolar?
Meistens nicht. Schwankungen gehören gerade in der Pubertät dazu. Eine bipolare Störung ist selten und zeigt sich in deutlich abgegrenzten Phasen über Tage bis Wochen, mit ungewöhnlich gehobener oder gereizter Stimmung, wenig Schlafbedürfnis und überschießendem Antrieb. Die Abgrenzung gehört in Fachhände.
Womit wird es oft verwechselt?
Mit ADHS, Depression, Belastungsreaktionen oder Störungen des Sozialverhaltens. Gerade weil die Übergänge fließend wirken, ist eine sorgfältige Diagnostik wichtig, bevor jemand das Etikett bipolar vergibt.
Wer stellt die Diagnose?
Kinder- und jugendpsychiatrische Fachpersonen, oft über mehrere Termine und mit Beobachtung des Verlaufs. Bei Hinweisen auf manische Phasen oder Eigengefährdung gehört das zügig abgeklärt.
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