Wie sich die Profile über Deutschland verteilen
Eine eigene Auszählung aus dem EmotionalEffects-Verzeichnis. Sie zeigt, wo wir wie viele Profile für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Diagnostik und Beratung gelistet haben. Offen zu Datenstand und Grenzen.
Was diese Zahlen sind und was nicht
Grundlage ist unser redaktionell geprüftes Verzeichnis aus öffentlich zugänglichen Quellen. Es ist eine wachsende Sammlung, keine Vollerhebung aller Praxen in Deutschland. Die Spalte „je 100.000 Einwohner" normiert nur unsere Profilzahl auf die Bevölkerung und zeigt damit, wie dicht wir eine Region bisher abbilden. Sie ist kein amtlicher Versorgungswert und sagt nichts über echte Wartezeiten. 25 Profile in kleineren Orten ohne sichere Bundesland-Zuordnung sind hier nicht eingerechnet. Stand: 31.05.2026.
Für Redaktionen und Fachstellen: Die zitierfähigen Kennzahlen sind im Datenreport mit Quellenangabe zusammengefasst.
Aus der eigenen Recherche
Was die recherchierten Profile zeigen
Auswertung der 10.345 Profile, die wir anhand öffentlicher Quellen recherchiert haben.
Von den 9.630 recherchierten Profilen mit klarer Abrechnungsangabe arbeiten rund 10 Prozent als Privatpraxis oder reine Selbstzahler, also ohne regulären Kassensitz. Für gesetzlich versicherte Familien bedeutet das oft einen zusätzlichen Schritt über das Kostenerstattungsverfahren oder längere Suche nach einem Kassenplatz. Die Zahlen beziehen sich auf unser Verzeichnis und sind keine amtliche Versorgungsstatistik.
Nach Therapieverfahren
Welche Verfahren die Profile nennen
Auszählung der 9.624 recherchierten Profile mit Angabe zum Verfahren. Mehrfachnennung möglich.
Die Verhaltenstherapie dominiert die recherchierten Profile deutlich, gefolgt von den tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Verfahren. Die Systemische Therapie ist als jüngstes Richtlinienverfahren noch deutlich seltener vertreten. Das deckt sich mit dem Bild, dass Familien für bestimmte Verfahren spürbar länger suchen. Eine Recherche-Auswahl aus öffentlichen Angaben, keine amtliche Statistik.
Therapie in weiteren Sprachen
Wie viele Praxen mehrsprachig behandeln
Rund 36 Prozent der recherchierten Profile nennen mindestens eine weitere Behandlungssprache neben Deutsch.
Für Familien, die sich auf Deutsch schwer ausdrücken, ist die Therapiesprache oft entscheidend. Diese Auszählung zeigt, wie häufig die recherchierten Profile eine weitere Sprache anbieten. Ein Befund, den klassische Verzeichnisse so nicht ausweisen. Es ist eine Recherche-Auswahl, keine Vollerhebung: Viele Praxen sprechen weitere Sprachen, ohne es im Profil zu nennen.
Profile mit Therapiesprache Englisch
Bundesweit 3.365 Profile. Dunkler bedeutet mehr.
- keine erfasst
- wenige
- mittel
- viele
Auf ein Bundesland tippen für die Profile vor Ort.
Nach Bundesland
Profile je Bundesland
Sortiert nach Abdeckung je Einwohner. Klick führt zur Regionsseite.
| Bundesland | Profile | Städte | je 100.000 Einw. |
|---|---|---|---|
| Berlin | 815 | 6 | 22,2 |
| Hamburg | 374 | 1 | 20,2 |
| Bremen | 128 | 7 | 18,9 |
| Hessen | 896 | 235 | 14,2 |
| Nordrhein-Westfalen | 2.302 | 383 | 12,8 |
| Bayern | 1.656 | 457 | 12,6 |
| Niedersachsen | 933 | 278 | 11,6 |
| Baden-Württemberg | 1.260 | 339 | 11,3 |
| Rheinland-Pfalz | 418 | 143 | 10,2 |
| Brandenburg | 258 | 98 | 10,2 |
| Saarland | 99 | 23 | 10,1 |
| Sachsen | 364 | 87 | 9,0 |
| Schleswig-Holstein | 256 | 97 | 8,8 |
| Thüringen | 181 | 69 | 8,6 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 135 | 44 | 8,4 |
| Sachsen-Anhalt | 171 | 63 | 7,9 |
Bevölkerungszahlen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Bevölkerung nach Bundesländern, Stand 31.12.2022.
Die Abdeckung unseres Verzeichnisses ist regional sehr ungleich: In Berlin entfallen 22,2 Profile auf 100.000 Einwohner, in Sachsen-Anhalt nur 7,9, also rund das 2,8-Fache Unterschied. Das spiegelt teils die reale Stadt-Land-Lücke der Versorgung, teils den unterschiedlichen Stand unserer Recherche wider, und ist kein amtlicher Versorgungswert.