Wie sich die Profile über Deutschland verteilen
Eine Auszählung aus dem EmotionalEffects-Verzeichnis: wie viele Profile für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Diagnostik und Beratung es je Bundesland gibt. Die Zahlen zeigen, was das Verzeichnis abdeckt. Wie lange ihr in eurer Stadt auf einen Platz wartet, zeigen sie nicht.
Woher die Zahlen kommen
Das Verzeichnis ist aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Die Profiltexte sind maschinell aus diesen Quellen zusammengefasst und werden stichprobenartig geprüft. Längst nicht jede Praxis in Deutschland ist erfasst. Die Spalte „je 100.000 Einwohner“ teilt nur unsere Profilzahl durch die Bevölkerung. Sie zeigt, wie dicht das Verzeichnis eine Region abbildet. Über echte Wartezeiten sagt sie nichts, und ein amtlicher Versorgungswert ist sie auch nicht. 25 Profile aus kleineren Orten ließen sich keinem Bundesland sicher zuordnen und fehlen in der Tabelle. Stand: 21.10.2026.
Für Redaktionen und Fachstellen: Die zitierfähigen Kennzahlen mit Quellenangabe stehen im Datenreport.
Aus der eigenen Recherche
Was die recherchierten Profile zeigen
Für 10.345 Profile liegen zusätzliche Angaben aus öffentlichen Quellen vor, etwa zu Abrechnung, Website und Sprachen. Nur diese Profile fließen hier ein.
9.630 recherchierte Profile machen eine klare Angabe zur Abrechnung. Rund 10 Prozent davon arbeiten als Privatpraxis oder nur für Selbstzahler, haben also keinen Kassensitz. Gesetzlich versicherte Familien kommen dort nur über die Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V unter. Das geht bei approbierten Psychotherapeutinnen und -therapeuten und nur, wenn die Kasse vorher zusagt. Sonst zahlt die Familie selbst. Für privat Versicherte spielt der Kassensitz keine Rolle, dort entscheidet der Tarif.
Nach Therapieverfahren
Welche Verfahren die Profile nennen
Auszählung der 9.624 recherchierten Profile mit Angabe zum Verfahren. Mehrfachnennung möglich.
Verhaltenstherapie nennen mit Abstand die meisten Profile. Danach kommen tiefenpsychologisch fundierte und analytische Verfahren. Systemische Therapie taucht noch selten auf. Für Kinder und Jugendliche hat der Gemeinsame Bundesausschuss sie erst 2024 als Kassenleistung aufgenommen. Wer gezielt eine systemisch arbeitende Praxis sucht, findet hier entsprechend wenige. Gezählt sind die Angaben, die Praxen selbst veröffentlichen.
Therapie in weiteren Sprachen
Wie viele Praxen mehrsprachig behandeln
Rund 36 Prozent der recherchierten Profile nennen mindestens eine weitere Behandlungssprache neben Deutsch.
Elterngespräche gehören in der Kindertherapie fest dazu. Wenn Mutter oder Vater sich auf Deutsch schwer ausdrücken, hängt viel an der Sprache der Praxis. Die Karte zeigt, in welchen Bundesländern Profile eine weitere Sprache nennen. Vermutlich sind es mehr: Viele Praxen sprechen weitere Sprachen und schreiben es nirgends hin.
Profile mit Therapiesprache Englisch
Bundesweit 3.365 Profile. Dunkler bedeutet mehr.
- keine erfasst
- wenige
- mittel
- viele
Auf ein Bundesland tippen für die Profile vor Ort.
Nach Bundesland
Profile je Bundesland
Sortiert nach Profilen je 100.000 Einwohner. Ein Klick auf das Land öffnet die Regionsseite.
| Bundesland | Profile | Städte | je 100.000 Einw. |
|---|---|---|---|
| Berlin | 814 | 6 | 22,1 |
| Hamburg | 374 | 1 | 20,2 |
| Bremen | 128 | 7 | 18,9 |
| Hessen | 896 | 235 | 14,2 |
| Nordrhein-Westfalen | 2.301 | 383 | 12,8 |
| Bayern | 1.656 | 457 | 12,6 |
| Niedersachsen | 933 | 278 | 11,6 |
| Baden-Württemberg | 1.260 | 339 | 11,3 |
| Rheinland-Pfalz | 418 | 143 | 10,2 |
| Brandenburg | 258 | 98 | 10,2 |
| Saarland | 99 | 23 | 10,1 |
| Sachsen | 364 | 87 | 9,0 |
| Schleswig-Holstein | 256 | 97 | 8,8 |
| Thüringen | 181 | 69 | 8,6 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 135 | 44 | 8,4 |
| Sachsen-Anhalt | 171 | 63 | 7,9 |
Bevölkerungszahlen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Bevölkerung nach Bundesländern, Stand 31.12.2022.
In Berlin kommen 22,1 Profile auf 100.000 Einwohner, in Sachsen-Anhalt nur 7,9. Das ist rund das 2,8-Fache. Ein Teil davon ist die bekannte Lücke zwischen Stadt und Land. Ein anderer Teil liegt daran, dass die Recherche nicht überall gleich weit ist. Wie viel auf welches Konto geht, lässt sich aus diesen Zahlen nicht trennen.