Andere Eltern, die das Gleiche kennen
Manchmal hilft kein Termin, sondern ein Gegenüber, das versteht, ohne dass man viel erklären muss. Selbsthilfe heißt: Eltern, die durch Ähnliches gehen, tauschen sich aus, entlasten sich und geben weiter, was ihnen geholfen hat. Das ersetzt keine Therapie. Aber es trägt durch die Zeit dazwischen.
Was Selbsthilfe leisten kann, und was nicht
In einer Gruppe geht es nicht um Behandlung, sondern um Erfahrung: Wie habt ihr den Schulwechsel geschafft? Wer kennt eine gute Diagnostikstelle? Wie haltet ihr das als Paar aus? Dieser Austausch nimmt Druck und das Gefühl, allein zu sein. Bei einer akuten Krise ist die Gruppe nicht der richtige Ort. Dann zählt zuerst der Notfallweg.
So findet ihr eine Gruppe
Es gibt in Deutschland rund 50.000 Selbsthilfegruppen, viele davon zu Familien- und Kinderthemen. Sie zentral und aktuell zu finden, gelingt am besten über diese Stellen:
NAKOS, die zentrale Anlaufstelle
Die Nationale Kontakt- und Informationsstelle pflegt die bundesweite Übersicht. In den „GRÜNEN ADRESSEN" findet ihr rund 300 bundesweite Selbsthilfe-Organisationen nach Thema, in den „ROTEN ADRESSEN" eure nächste örtliche Kontaktstelle.
Örtliche Selbsthilfekontaktstelle (KISS)
In fast jeder größeren Stadt gibt es eine Kontaktstelle, die Gruppen vor Ort kennt und vermittelt, auch zu Themen, die online schwer zu finden sind. Der schnellste Weg zu einer Gruppe in eurer Nähe.
Nummer gegen Kummer
Wenn es eher um ein erstes Gespräch geht: das Elterntelefon unter 0800 111 0 550 berät anonym und kostenlos, auch zur Frage, welche Unterstützung zu eurer Lage passt.
Tipp für die Suche
Sucht in den NAKOS-Datenbanken nach eurem Thema (etwa ADHS, Autismus, Angst, Essstörung, Trauer) und eurer Region. Gibt es online keine passende Gruppe, lohnt der Anruf bei der örtlichen Kontaktstelle: Sie kennt oft Gruppen, die nicht im Netz stehen, und hilft auch beim Gründen einer neuen Gruppe, wenn zu eurem Anliegen noch nichts existiert.
Diese Seite verweist auf unabhängige, gemeinnützige Anlaufstellen und ist kostenlos. EmotionalEffects betreibt selbst keine Selbsthilfegruppen und prüft keine einzelnen Gruppen. Eine erste fachliche Orientierung gibt der Hilfeweg, weitere Anlaufstellen die Seite Hilfe- und Anlaufstellen.