Notfall

Bei akuter Gefahr sofort handeln

Wenn ein Kind oder Jugendlicher sich selbst oder andere gefährden könnte: nicht warten, nicht erst einen Therapieplatz suchen. Direkt anrufen.

Wann ist es ein Notfall?

Akute Warnsignale

  • Konkrete Suizidäußerungen oder Suizidpläne
  • Selbstverletzendes Verhalten, das nicht aufhört
  • Akute Essensverweigerung mit massivem Gewichtsverlust
  • Wahnerleben, schwere Verwirrtheit oder Stimmenhören
  • Akute Aggressivität gegen sich oder andere
  • Tagelang anhaltende Schlaflosigkeit mit Erschöpfung

Bei einem oder mehreren dieser Signale gehört der erste Anruf zur 112, zur Kinderklinik-Notaufnahme oder zur nächsten kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz. Eine ambulante Praxis ist dafür nicht der richtige Erstkontakt.

Sofortige Anlaufstellen vor Ort

Ambulanzen, SPZ und Kinderklinik

  • Kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz oder Institutsambulanz (KJP-Ambulanz) der nächsten Klinik. In jeder größeren Stadt gibt es eine Anlaufstelle, viele nehmen ohne Termin auf.
  • Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ): bei Entwicklungs-, Verhaltens- oder neurologischen Themen ein erster medizinischer Anlaufpunkt für Kinder.
  • Kinderklinik-Notaufnahme: bei akuten körperlichen oder psychischen Notfällen rund um die Uhr.
  • Krisendienst des Bundeslandes: viele Bundesländer haben eigene psychiatrische Krisendienste mit Hausbesuch. In Bayern: 0800 655 3000. In Berlin: 030 390 63 00. In NRW oft über die Klinik vor Ort.

Beratung am Telefon

Anonyme und kostenlose Hilfetelefone

Nummer gegen Kummer, Kinder- und Jugendtelefon

116 111

Montag bis Samstag 14–20 Uhr. Anonym und kostenlos für Kinder und Jugendliche.

Mehr Informationen

Nummer gegen Kummer, Elterntelefon

0800 111 0 550

Montag bis Freitag 9–17 Uhr, Dienstag und Donnerstag bis 19 Uhr. Anonym und kostenlos für Eltern.

Mehr Informationen

Was diese Seite nicht ist

Hinweise zur Notfallseite

Diese Seite ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische oder psychiatrische Versorgung und keinen Krisendienst. Sie ist eine Orientierungshilfe für Eltern und Bezugspersonen.

Im Zweifel bitte 112 anrufen. Die Leitstelle entscheidet, ob ein Rettungswagen, eine Polizeibegleitung oder ein psychiatrischer Krisendienst angemessen ist.

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