Mein Kind zieht sich zurück, wirkt traurig oder antriebslos
Rückzug und gedrückte Stimmung können zur Pubertät gehören, aber auch ein Zeichen für eine Depression sein. Im Zweifel lieber einmal mehr hinschauen.
Was kann dahinterstecken?
- Stimmungsschwankungen und mehr Distanz sind in der Pubertät normal.
- Halten Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Rückzug über Wochen an, kann eine Depression dahinterstehen.
- Auch belastende Erlebnisse wirken sich so aus.
Was sollte zuerst geklärt werden?
Wichtig ist, im Blick zu behalten, ob Schlaf, Appetit, Freundschaften und Interessen betroffen sind und wie lange das schon anhält.
Wann wird es dringend?
Sofort handeln, wenn euer Kind von Hoffnungslosigkeit oder davon spricht, nicht mehr leben zu wollen, oder sich selbst verletzt.
Wer ist die richtige erste Anlaufstelle?
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie oder kinder- und jugendpsychiatrische Sprechstunde; Kinderarztpraxis kann den Weg bahnen
Was ihr heute tun könnt
- Ruhig und ohne Vorwürfe Interesse zeigen und zuhören, was euer Kind belastet.
- Beobachten, wie lange die Stimmung schon anhält und ob Schlaf, Appetit und Freunde betroffen sind.
- Eine psychotherapeutische Sprechstunde oder kinder- und jugendpsychiatrische Anlaufstelle suchen.
Unsicher, wo ihr anfangen sollt?
Der Wegweiser sortiert in wenigen Schritten, wie dringend es ist und welcher nächste Schritt zu eurer Situation passt.
Bei akuter Gefahr, Suizidgedanken oder schwerer Selbstverletzung sofort die 112 wählen oder die nächste Kinderklinik aufsuchen. Mehr unter Notfall. Diese Seite ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Einschätzung.