Angst, Panik und Unsicherheit
Einordnung von Aengsten, Panik, Trennungsangst und passenden Hilfen.
Elternsprache
Mein Kind vermeidet Situationen oder hat starke Angst.
Fachliche Orientierung: ICD-10 F40-F41, ICD-11 6B00-6B0Z. Diese Seite stellt keine Diagnose.
Therapeutische Verfahren bei diesem Thema
KVT
Evidenz 55%Symptombezogene Psychotherapie mit klaren Übungen und Hausaufgaben. Standardverfahren bei Angststörungen; Anwendungsfelder Depression, Zwang und Essstörungen folgen.
TP
Evidenz 40%Klassisches Richtlinienverfahren, arbeitet mit unbewussten Konflikten und Beziehungsmustern. Evidenzlage bei Kindern und Jugendlichen kleiner als bei KVT, entsprechend zurückhaltende Aussagen.
Häufige Eltern-Fragen
Wann ist kindliche Angst behandlungsbedürftig?
Wenn ein Kind über Wochen hinweg Situationen meidet, ein Leidensdruck entsteht oder Alltag, Schule oder soziale Kontakte deutlich eingeschränkt sind. Anhaltende körperliche Symptome (Bauchweh, Schlafstörungen) ohne medizinische Ursache sind ein zusätzliches Warnzeichen.
Welches Verfahren ist bei Angststörungen am besten belegt?
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Expositionsanteilen hat die robusteste Evidenz bei kindlichen Angststörungen (siehe AWMF-S3-Leitlinie und Cochrane-Reviews).
Was tun bei akuter Panik beim Kind?
Ruhig bleiben, langsame Atmung anbieten, Sicherheit vermitteln, nicht über die Angst diskutieren. Bei wiederkehrenden Panikattacken Termin in einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie-Praxis oder einer Ambulanz organisieren.
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