ADHS und Aufmerksamkeit
Orientierung zu ADHS-Verdacht, Diagnostik, Schule und alltagstauglicher Entlastung.
Elternsprache
Mein Kind ist impulsiv, unruhig oder kann sich kaum konzentrieren.
Fachliche Orientierung: ICD-10 F90, ICD-11 6A05. Diese Seite stellt keine Diagnose.
Häufige Eltern-Fragen
Woran erkennen Eltern ADHS bei einem Kind?
Typische Hinweise sind anhaltende Konzentrationsprobleme, hohe Impulsivität, motorische Unruhe und Schwierigkeiten, Aufgaben zu Ende zu bringen. Diese Symptome müssen über mindestens sechs Monate, in mehreren Lebensbereichen (Schule, Familie, Freunde) und deutlich über das altersübliche Maß hinaus auftreten. Eine Diagnose stellt ausschließlich kinder- und jugendpsychiatrisches oder kinder- und jugendlichenpsychotherapeutisches Fachpersonal.
Welche Anlaufstelle ist bei ADHS-Verdacht zuständig?
Erste Anlaufstelle ist meist die Kinderarztpraxis. Spezialisierte Diagnostik bieten Kinder- und Jugendpsychiater:innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen und Sozialpädiatrische Zentren (SPZ). Wartezeiten von mehreren Monaten sind häufig.
Reicht eine ADHS-Diagnose über die Schule allein aus?
Nein. Schulische Beobachtungen sind ein wichtiger Baustein, ersetzen aber keine fachliche Diagnostik. Die Schule kann Verhaltensbeobachtungen liefern, die endgültige Einordnung erfolgt im medizinischen oder psychotherapeutischen Setting.
Was hilft Eltern im Alltag mit einem ADHS-Kind?
Klare Strukturen, kurze Aufgaben mit direktem Feedback, viel Bewegung, ausreichend Schlaf und ein verlässlicher Tagesablauf. Daneben helfen Elterntrainings, psychoedukative Beratungsstellen und eine enge Schule-Eltern-Praxis-Abstimmung.
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