Redaktion

Janike Arent

Ich betreibe EmotionalEffects und prüfe die Texte zu Themen, Verfahren und Hilfewegen fachlich, bevor sie online gehen. Hier steht, wer ich bin, was diese Prüfung leistet und wo sie aufhört.

Porträt von Janike Arent

Psychotherapeutin in Ausbildung (PiA) für Kinder und Jugendliche, Verhaltenstherapie

Ich arbeite als Therapeutin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie und bin gleichzeitig noch in der Ausbildung. Vorher war ich acht Jahre in der Sozialen Arbeit, zuletzt in der Familienhilfe der Stadt Hannover. Viele Fragen, mit denen Eltern hier landen, kenne ich aus Hilfeplangesprächen. Und vom Klinikflur, wenn nach dem Erstgespräch klar ist, dass der nächste freie Therapieplatz Monate entfernt liegt.

Werdegang auf LinkedIn

Werdegang

  1. Studium Soziale Arbeit an der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Bachelor und Master of Arts.
  2. 2013 bis 2014 Schulsozialarbeit an einer Grundschule in Hannover. Erste Jahre mit Kindern, die im Unterricht auffallen, und mit Eltern, die nicht wissen, wen sie fragen sollen.
  3. 2014 bis 2016 Heim- und Bereichsleitung in der Flüchtlingshilfe beim DRK in Hannover. Viele Kinder in den Unterkünften sprachen anfangs kein Wort Deutsch.
  4. 2016 bis 2021 Teamleitung der Sozialpädagogischen Familienhilfe der Stadt Hannover. Das ist eine Hilfe zur Erziehung nach § 31 SGB VIII: Fachkräfte kommen über Monate regelmäßig in die Familie. Ob die Hilfe weiterläuft, wird im Hilfeplangespräch entschieden, oft mit der Schule am Tisch.
  5. seit 2021 Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie (DGVT/GfVT Hannover) und klinische Tätigkeit als Therapeutin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Ausbildung ist noch nicht abgeschlossen, eine Approbation liegt noch nicht vor.

Was ich prüfe

  • Themen-, Methoden- und Ratgeberseiten. Dazu die Wegweiser zu Anlaufstellen wie SPZ oder Erziehungsberatung und die Notfallseite.
  • Ob Hilfewege stimmen: wer zuständig ist, was die Krankenkasse zahlt, wann das Jugendamt ins Spiel kommt.
  • Ob Krisenhinweise und Notfallnummern vollständig sind und an der richtigen Stelle stehen.
  • Ob Aussagen zur Wirksamkeit eines Verfahrens zu den genannten Quellen passen.

Jede geprüfte Seite trägt oben einen Kasten mit Prüfdatum. Wo der Kasten fehlt, ist die Seite noch nicht durch diese Prüfung gegangen.

Was ich nicht prüfe

  • Nicht jeden einzelnen Anbieter-Profiltext. Die Texte in den 10.269 Profilen werden maschinell aus öffentlichen Quellen zusammengefasst. Ich prüfe sie stichprobenartig. Kontaktdaten, Kassenzulassung und freie Plätze bitte immer direkt bei der Praxis klären.
  • Keine Bewertung von Praxen. Ein Eintrag im Verzeichnis sagt nichts darüber, wie gut eine Therapeutin arbeitet oder ob sie zu eurem Kind passt.
  • Keine Einzelfälle. Ich beantworte keine Diagnosefragen per Mail und ersetze keine Sprechstunde.

Wie die Inhalte entstehen

  1. Recherche. Fachliche Aussagen stützen sich auf AWMF-Leitlinien, Cochrane-Reviews und andere systematische Übersichtsarbeiten. Für Kassenfragen gelten die Psychotherapie-Richtlinie des G-BA und der Gesetzestext, vor allem SGB V. Für Jugendhilfe das SGB VIII.
  2. Verzeichnisdaten. Praxen, Sozialpädiatrische Zentren und Klinikambulanzen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen: Websites der Praxen und Kliniken und öffentliche Arztverzeichnisse. Daraus entstehen die Profiltexte maschinell. Sie werden stichprobenartig geprüft.
  3. Prüfung. Ich lese jede redaktionelle Seite gegen, gleiche Quellenangaben mit der Originalpublikation ab und korrigiere, was fachlich nicht stimmt. Das Datum der letzten Prüfung steht oben auf der Seite.

Wie Studien eingeordnet werden

Auf den Seiten zu Therapieverfahren ist jede Quelle mit einer Evidenzstufe gekennzeichnet:

Evidenzstufe A
Meta-Analyse oder systematischer Review, der viele Studien zusammenfasst
Evidenzstufe B
einzelne randomisierte kontrollierte Studie
Evidenzstufe C
Beobachtungs- oder Verlaufsstudie ohne zufällige Kontrollgruppe
Evidenzstufe D
Fachkonsens oder Praxiserfahrung ohne eigene Studie

Leitlinien tragen daneben ihre eigene AWMF-Klasse. Dort ist S3 die methodisch stärkste Stufe, S2k ein strukturierter Expertenkonsens und S1 eine Empfehlung einer Expertengruppe. Die Buchstaben A bis D sind bewusst gewählt, damit sie nicht mit diesen Leitlinienklassen verwechselt werden.

Aussagen zur Wirksamkeit stützen sich auf Stufe A oder auf eine Leitlinie. Wo nur schwächere Belege vorliegen, etwa Studien ohne randomisierte Kontrollgruppe, steht das ausdrücklich im Text, zum Beispiel bei der analytischen Psychotherapie.

Unabhängigkeit

Ein Eintrag im Verzeichnis kostet nichts. Die Reihenfolge der Profile in der Suche kann niemand kaufen.

Rückenwind Eltern ist ein Begleitangebot für Eltern in der Wartezeit und gehört ebenfalls mir. Ich verlinke es an Stellen, an denen Eltern warten müssen. Auf die Suchergebnisse und die Reihenfolge der Profile hat es keinen Einfluss.

Praxen können für ihre Stadt einen Gründungspartner-Platz buchen. Ein solcher Platz steht dann als „Anzeige“ gekennzeichnet über der Liste. Die Reihenfolge der übrigen Profile ändert er nicht, und mit der fachlichen Prüfung der Ratgeberseiten hat er nichts zu tun.

Fehler melden

Eine Angabe ist falsch, eine Quelle fehlt, eine Praxis gibt es nicht mehr? Schreibt an [email protected]. Am schnellsten geht es mit der Adresse der Seite und einem Satz dazu, was nicht stimmt. Korrekturen an redaktionellen Seiten bekommen ein neues Prüfdatum.

Wenn es gerade gefährlich ist: 112, die Notaufnahme der nächsten Kinderklinik oder die Notfallseite. Mails an die Redaktion werden nicht rund um die Uhr gelesen.

Stand dieser Seite:

Nike fragen