Mein Kind tut sich beim Lesen, Schreiben oder Rechnen sehr schwer
Wenn ein Kind sich beim Lesen, Schreiben oder Rechnen trotz Übung sehr schwertut, liegt das selten an mangelnder Anstrengung. Dahinter kann eine umschriebene Lernstörung stehen.
Was kann dahinterstecken?
- Eine Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) oder eine Rechenstörung (Dyskalkulie) betrifft gezielt eine Fähigkeit, bei normaler Begabung.
- Mehr Üben allein hilft dann kaum weiter, und Druck verschärft die Lage.
- Manchmal stecken auch unerkannte Hör- oder Sehprobleme dahinter.
Was sollte zuerst körperlich abgeklärt werden?
Zuerst sollten Hören und Sehen geprüft werden; danach klärt eine spezialisierte Lerndiagnostik, ob eine Lernstörung vorliegt.
Wann wird es dringend?
Kein Notfall. Wichtig ist, früh zu klären, damit euer Kind nicht den Anschluss und die Lernfreude verliert.
Wer ist die richtige erste Anlaufstelle?
Kinderärztin oder Kinderarzt für Hör- und Sehprüfung, dann schulpsychologische Beratung und eine spezialisierte Lerndiagnostik (LRS, Dyskalkulie)
Was ihr heute tun könnt
- Beispiele sammeln, wo genau es hakt: Lesen, Schreiben oder Rechnen.
- Mit der Schule sprechen und nach Beobachtungen und einem Nachteilsausgleich fragen.
- Hören und Sehen kinderärztlich prüfen lassen.
Unsicher, wo ihr anfangen sollt?
Der Wegweiser sortiert in wenigen Schritten, wie dringend es ist und welcher nächste Schritt zu eurer Situation passt.
Bei akuter Gefahr, Suizidgedanken oder schwerer Selbstverletzung sofort die 112 wählen oder die nächste Kinderklinik aufsuchen. Mehr unter Notfall. Diese Seite ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Einschätzung.