Lese-Rechtschreib-Störung und Dyskalkulie
Wann eine Lernstörung dahintersteckt statt fehlender Anstrengung, wer sie feststellt und welche Unterstützung Kindern zusteht.
Elternsprache
Mein Kind tut sich beim Lesen, Schreiben oder Rechnen viel schwerer als erwartet.
Fachliche Orientierung: ICD-10 F81, ICD-11 6A03. Diese Seite stellt keine Diagnose.
Häufige Eltern-Fragen
Ist das Faulheit oder eine echte Lernstörung?
Eine Lernstörung ist eine umschriebene Schwäche trotz normaler Begabung und ausreichendem Unterricht. Sie trifft gezielt das Lesen und Rechtschreiben (LRS) oder das Rechnen (Dyskalkulie). Bei betroffenen Kindern führt mehr Üben allein kaum weiter, und der Satz streng dich mehr an geht an der Sache vorbei.
Wer stellt eine Lernstörung fest?
Nicht die Schule allein. Es braucht eine standardisierte Diagnostik, etwa über kinder- und jugendpsychiatrische oder -psychotherapeutische Praxen, schulpsychologische Dienste oder ein SPZ. Vorher werden Seh- und Hörvermögen abgeklärt, damit nichts Naheliegendes übersehen wird.
Welche Unterstützung steht meinem Kind zu?
In der Schule der Nachteilsausgleich, etwa mehr Zeit oder andere Bewertungsmaßstäbe. Bei größerem Bedarf kommt eine Lerntherapie infrage, die über die Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII vom Jugendamt finanziert werden kann. Das ist ein Recht, kein Gefallen.
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