Ich vermute, dass meinem Kind Gewalt oder Missbrauch widerfahren ist
Der Verdacht, dass dem eigenen Kind Gewalt oder Missbrauch widerfahren ist, ist kaum auszuhalten. Ihr müsst das nicht allein einordnen.
Was kann dahinterstecken?
- Kinder zeigen Belastung oft nicht in Worten, sondern im Verhalten, etwa durch Rückzug, Ängste oder verändertes Essen und Schlafen.
- Solche Zeichen können viele Ursachen haben und sind kein Beweis.
- Eine spezialisierte Beratungsstelle hilft, die Lage einzuordnen, ohne das Kind unter Druck zu setzen.
Was sollte zuerst geklärt werden?
Wichtig ist, das Kind nicht auszufragen oder zur Konfrontation zu drängen, Beobachtungen sachlich zu notieren und früh Fachberatung zu holen.
Wann wird es dringend?
Sofort, wenn die Gefahr noch andauert, akute Verletzungen vorliegen oder das Kind in unmittelbarem Kontakt zur möglichen Täterin oder zum Täter steht.
Wer ist die richtige erste Anlaufstelle?
Spezialisierte Fachberatungsstelle (z. B. Kinderschutzambulanz, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt); bei akuter Gefahr Polizei und Klinik
Was ihr heute tun könnt
- Ruhig bleiben, dem Kind glauben und nicht ausfragen oder zur Konfrontation drängen.
- Beobachtungen und Aussagen mit Datum sachlich notieren.
- Eine spezialisierte Fachberatungsstelle kontaktieren, bevor ihr weitere Schritte geht. Anonyme Beratung ist möglich.
Anonyme, kostenlose Beratung beim Hilfetelefon Sexueller Missbrauch unter 0800 22 55 530 und beim Elterntelefon unter 0800 111 0 550.
Unsicher, wo ihr anfangen sollt?
Der Wegweiser sortiert in wenigen Schritten, wie dringend es ist und welcher nächste Schritt zu eurer Situation passt.
Bei akuter Gefahr, Suizidgedanken oder schwerer Selbstverletzung sofort die 112 wählen oder die nächste Kinderklinik aufsuchen. Mehr unter Notfall. Diese Seite ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Einschätzung.