Mein Kind verletzt sich selbst
Selbstverletzung ist ein Hilferuf und ernst zu nehmen. Sie heißt nicht automatisch, dass euer Kind sterben möchte, braucht aber fachliche Unterstützung.
Was kann dahinterstecken?
- Selbstverletzung ist oft ein Weg, mit unerträglicher innerer Anspannung umzugehen.
- Sie kann mit Depression, Angst oder belastenden Erfahrungen zusammenhängen.
- Sie kann mit Suizidgedanken einhergehen, muss es aber nicht.
Was sollte zuerst geklärt werden?
Wichtig ist, ruhig das Gespräch zu suchen und einzuschätzen, ob akute Gefahr besteht. Bei frischen oder tiefen Verletzungen gehört zuerst die ärztliche Versorgung.
Wann wird es dringend?
Sofort, wenn Verletzungen versorgt werden müssen oder euer Kind von Suizid spricht. Dann gilt die Notfallroute.
Wer ist die richtige erste Anlaufstelle?
Kinder- und jugendpsychiatrische Sprechstunde oder Krisendienst; bei frischen oder tiefen Verletzungen ärztliche Versorgung
Was ihr heute tun könnt
- Ruhig bleiben, das Gespräch ohne Drohung oder Bestrafung suchen und ernst nehmen.
- Gefährliche Gegenstände aus der unmittelbaren Reichweite nehmen, ohne das Zimmer zu durchsuchen oder Druck aufzubauen.
- Zeitnah eine kinder- und jugendpsychiatrische Anlaufstelle oder den Krisendienst kontaktieren.
Unsicher, wo ihr anfangen sollt?
Der Wegweiser sortiert in wenigen Schritten, wie dringend es ist und welcher nächste Schritt zu eurer Situation passt.
Bei akuter Gefahr, Suizidgedanken oder schwerer Selbstverletzung sofort die 112 wählen oder die nächste Kinderklinik aufsuchen. Mehr unter Notfall. Diese Seite ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Einschätzung.