Glossar
Nachteilsausgleich
Schulische Anpassungen, die eine Beeinträchtigung ausgleichen, ohne die Leistungsanforderung selbst zu senken.
Was bedeutet das für Eltern?
Ein Nachteilsausgleich gibt einem Kind das, was es braucht, um unter fairen Bedingungen zu zeigen, was es kann: mehr Zeit, andere Aufgabenformate, einen ruhigen Raum, technische Hilfen. Er gleicht einen Nachteil aus, er bevorzugt nicht. Bei LRS, Dyskalkulie, ADHS, Autismus oder chronischer Erkrankung ist das oft entscheidend. Beantragt wird er über die Schule, meist auf Basis einer fachlichen Stellungnahme. Das ist ein Recht, kein Gefallen, und es steht im Zeugnis in der Regel nicht.
Wann ist der Begriff wichtig?
- • eine LRS, Dyskalkulie oder ADHS ist festgestellt
- • das Kind kann sein Können unter Standardbedingungen nicht zeigen
- • die Schule fragt nach einer fachlichen Grundlage