Tics und Tourette-Syndrom
Wann Tics harmlos sind, wann das Tourette-Syndrom dahintersteckt und was Kindern und Familien im Alltag wirklich hilft.
Elternsprache
Mein Kind macht wiederkehrende Bewegungen oder Laute, die es kaum steuern kann.
Fachliche Orientierung: ICD-10 F95, ICD-11 8A05. Diese Seite stellt keine Diagnose.
Häufige Eltern-Fragen
Sind Tics gefährlich oder wachsen sie sich aus?
Viele Tics treten im Grundschulalter auf und verschwinden von selbst wieder. Sie sind nicht gefährlich und kein Zeichen schlechter Erziehung. Halten motorische und vokale Tics länger als ein Jahr gemeinsam an, spricht man vom Tourette-Syndrom. Auch das ist behandelbar und kein Grund zur Panik.
Kann mein Kind die Tics einfach unterdrücken?
Nur kurz und unter großer Anspannung, ähnlich wie das Zurückhalten eines Niesens. Dauerndes Ermahnen (lass das doch) erhöht den Druck und oft auch die Tics. Hilfreicher ist ein entspannter Umgang, der dem Kind nicht ständig spiegelt, dass etwas mit ihm nicht stimmt.
Wer hilft und wann?
Eine erste Einordnung gibt die Kinderarztpraxis, bei stärkerer Belastung kinder- und jugendpsychiatrische oder -psychotherapeutische Praxen. Behandlung wird vor allem dann sinnvoll, wenn Tics wehtun, im Alltag stören oder zu Hänseleien führen. Häufig sind ADHS oder Zwänge mit im Spiel und sollten mitbedacht werden.
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