Thema

Einnässen und Einkoten

Einordnung von Enuresis und Enkopresis, körperliche Abklärung zuerst, und warum Druck und Strafe hier nichts bringen.

Elternsprache

Mein Kind nässt ein oder kotet ein, obwohl es das schon konnte.

Fachliche Orientierung: ICD-10 F98.0, ICD-10 F98.1. Diese Seite stellt keine Diagnose.

Häufige Eltern-Fragen

Ab wann ist Einnässen oder Einkoten auffällig?

Nächtliches Einnässen ist bei jüngeren Kindern normal und wächst sich oft aus. Auffällig wird es etwa ab fünf Jahren, beim Einkoten ab etwa vier Jahren. Besonders genau hinschauen sollte man, wenn ein Kind nach einer längeren trockenen oder sauberen Phase plötzlich wieder einnässt oder einkotet.

Welche Ursachen kommen infrage?

Häufig sind es Reifung und Veranlagung, also nichts, woran das Kind schuld ist. Manchmal stecken körperliche Gründe dahinter, etwa ein Harnwegsinfekt oder beim Einkoten eine hartnäckige Verstopfung. Seltener ist es ein Zeichen seelischer Belastung. Deshalb steht am Anfang immer die körperliche Abklärung in der Kinderarztpraxis.

Was hilft und was schadet?

Strafen, Schimpfen oder Bloßstellen machen es schlimmer und beschämen das Kind zusätzlich. Was trägt: ein entspannter Umgang, feste Routinen und ärztlich begleitete Programme, zum Beispiel die Klingelhose beim nächtlichen Einnässen oder ein strukturiertes Toilettentraining. Beim Einkoten wird meist zuerst die Verstopfung behandelt.

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